Der Landwirt mit Schlaganfall - Okt. 2021

 

Ich unterstütze einen Landwirt, mit großem Bauernhof und 4 kleinen Kindern, der sich wieder ins Leben zurück kämpft. Im Moment machen wir 1 Einheiten in der Woche.
Wir können keine Wunder vollbringen, nur produktive Lern- und Entwicklungsprozesse gestalten. Und ist schon sehr viel!

 

"Warum funktioniert das nicht mehr?"
Beim ersten Treff ging es um "bewusstes Bewegen" um Veränderungen machen zu können.Wie funktioniert eigentlich Drehen in Rückenlage auf den Bauch?
Warum verkrampft sich die Hand dabei? Wir bewegen uns größtenteils unbewusst mit unserem Autopiloten durch den Alltag. Wenn jemand aber seine Fähigkeiten wiedererlangen möchte, ist es förderlich oder eigentlich notwendig bewusst auf die eigenen Bewegung und v.a. die Bewegunsssteuerung zu achten, um Zusammenhänge besser zu verstehen. Warum mach ich es so, was passiert dann mit der Hand.

Vom "Warum funktioniert das nicht mehr, hin zu "Wie funktioniere ich?"

Feine Zug-, Druck und Spannungsveränderungen
produzieren und merken, um darauf reagieren zu können. Damit mehr Möglichkeiten entstehen und nicht noch mehr Spannung und immer mehr Hau Ruck und Unsicherheit in Aktivitäten. Wir sind die meiste Zeit auf Reize von Aussen gerichtet, was um uns herum in der Umwelt geschieht. Die Innenperspekticve einnenmen können muss erst einmal gelernt, trainiert und verstanden werden. Warum macht das Sinn?
Lernen geschieht Innen - von Aussen sind nur Angebote möglich. Und wenn diese fein und differenziert gestaltet werden, enstehen feinere und differenziertere Lernprozesse, man kann sich und seinen Körper (und die "Probleme") besser verstehen und selbst bearbeiten lernen. Grob können wir alle sein, jetzt geht es ums feiner werden.

"Der eine Fuß kann nicht drücken - meine Hüfte tut langsam weh!" 2. Termin

Gewicht organisieren und kontrollieren
Um Gewicht übernehmen zu können, muss Gewicht in die Richtung gehen, wo Knochen und Muskeln da sind, um Gewicht übernehmen zu können.

Vor lauter Angst und Unserheit, geht Gewicht eher in eine andere Richtung, auf die gesunde Körperseite, was die Wirksamkeit auf der betroffenen Seite verringert bzw. sie wird immer weniger erfahren - das hat natürlich auch eine Wirkung auf die Psyche.

Zurück zur Gewichtsorganisation: Wo kein Gewicht drauf ist, kann kein Gewicht übernommen werden. Die gesunde Körperseite wird immer mehr Über - Lastet und Über - Nimmt die Funktion der betroffenen Seite. Dieser ungünstige Lernpozess für die Entwicklung und Wieder-Erlangen von Fähigkeiten und Kompetenzen gilt es zu verstehen und anpassen zu können.

November 2021
PN

"Warum wird meine Hand so dick und kalt?" - 3. Termin

Bewegungskompetenz und Gesundheitsentwicklung: Der Lympfkreislauf
Unser Lymphsystem ist die Schutzpolizei unseres Körpers. Filtert Abbauprodukte aus dem Blut und sorgt für unsere Gesundheit. Die Lymphe kann man sich vorstellen wie ein Schwamm, der durch aufsaugen und auspressen wie ein Filter fungiert.

Ziehen und Drücken

Die Qualität der Lymph - Funktion ist abhängig von der Bewegungsqualität. Wenn beim Drehen zur Seite, die Hand unbewusst fest an den Körper gepresst wird, kann sich der "Lymphschwamm" nicht vollsaugen, sondern bleibt zusammengepresst. Die Funktion ist beeinträchtig. Und da hilft es leider wenig, wenn einmal in der Woche der Therapeut kommt und passiv Lymphdrainage betreibt. Das ist eine gute Ergänzung, aber die Qualität der eigenen aktiven Bewegung, das eigene aktive Ziehen und Drücken im eigenen Körper trägt maßgeblich zur Gesundheitsentwicklung bei. Davon abhängig sind die eigenen Bewegungsmöglichkeiten, somit hat hier die Wieder - Entwicklung und Erweiterung der Bewegungskompetenz die höchste Bedeutung.


Nachtrag am 1.12. - beim gestrigen Besuch wirkte die Hand nicht mehr geschwollen und fühlte sich nicht mehr nass-kalt-verschwitzt an.

4. Termin, "Meine Hand, meine Hand, da geht noch gar nix!"

 

Auf der betroffenen Seite ist seine Hand bzw. die Finger zur Faust geballt.
Ich erlebe ihn oft, dass er versucht die Hand gewaltsam zu öffnen, das macht sein Therapeut auch so, meint er. Die verkrampften Finger werden versucht aufzubiegen.
Welche Wirkung hat das auf die Hand, auf die Finger?
--> Die Finger verkrampfen noch mehr und verfestigen ihr Muster, das sie schon gut können. Es geht jetzt drum, das Muster zu erweitern und der Hand helfen, Bewegungsmöglichkeiten zu entdecken, Erweiterung der Bewegungskompetenz um  Spannung regulieren zu können (nicht nur hochfahren sondern auch wieder runter).

Haltungsbewegungsebenen und Transportbewegungsebenen
 

"learning by doing" - anstatt - "Use it or lose it"
 

Die einzelnen Gelenke, Zwischenräume und Bewegungsebenen spielen in jeder Bewegung zusammen. Wenn wir uns der verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten bewusst sind und diese nutzen, entstehen mehr Möglichkeiten und die eigenen Bewegung kann besser verstanden und erweitert werden. Es war eindrücklich zu sehen und zu merken, wenn die Finger nicht nur aufgebogen werden, sondern die Bewegungsmöglichkeiten in der Hand entdeckt wurden, konnten diese auch genutzt werden. Das half dem Landwirt an der Spannung zu arbeiten und nicht mit ihr oder gegen sie.

Die Spannung in der Hand wurde weniger, die Hand wurde sensbiler für feinere Unterschiede. Es entstehen produktive Lern- und Entwicklungsprozesse.

"Wenn ich den Zeigefinger aufbiege, zieht's meinen Daumen rein!""
31.11.21 - 5. Termin

"Meine Therapeuten machen das so" (Behandlung)

Wenn die Hand regelmäßig geöffnet werden muss, damit keine Wundstellen enstehen, macht es Sinn, mit "sanfter Gewalt" die Hand passiv zu öffen. Dadurch verfestigen sich aber die Muster, welche die Anstrengung erhöhen, um die Hand zu schließen bzw. zu verkrampfen.


Unsere Idee: Bildung

Kann er selber langsamer, sensibler sein mit seiner betroffenen Hand und sich mit ihr auf die Suche nach Bewegungsmöglichkeiten und besserem Verstehen machen?
In Kinaesthetics Konzeptsprache kurz und knackig:
Kann er selber Unterschiede in Zeit - Raum - Anstrengung produzieren und merken?

Durch Veränderungen der Zeit beim "Finger aufbiegen" wurde die Hand nicht so verkrampft - es konnte Spannung (Anstrengung) reguliert werden.
Durch Veränderungen bei der Anstrengung mit weniger Kraft "aufbiegen" konnten Impulse und Möglichkeiten des betroffenen Fingers bemerkt und entdeckt werden (Interaktionsformen in sich unterscheiden).
Durch Veränderungen im Raum konnten Bewegungsmöglichkeiten entdeckt und Anstrengung reguliert werden. 


Mal schauen, wo uns diese Entdeckungsreise hinführt. 1.12.21 PN

"Ich kann meine Hand schlecht strecken! - 15.12.21, 6. Termin

 

Wir waren am heutigen Termin mit o.g. "Problem" unterwegs.

Erst einmal untersuchten wir: Wie funktioniert eigentlich strecken eines Armes?

1. Was merke ich dabei für Zug-, Druck-, Spannungveränderungen (Innenperspektive)

2. Welche Körperteile sind mit involviert? In welche Richtung strecke ich den Arm?

Der Arm wurde dann versucht zu "strecken".

Eigentlich wurde der Arm kontrolliert gebeugt,

also die Beugemuskeln machten ihre Arbeit und nicht die Streckmuskeln.

Als wir dann gegen einen Widerstand gearbeitet haben (meine Hand) wurde die Funktion "Strecken" klarer:

Streckmuskeln (Trizeps) arbeitet mehr, dadurch kann der Beuger (Bizeps) überhaupt erst entspannen.

 

Bewegungskompetenz als Schlüssel: sich besser im Alltag verstehen, um die eigenen Themen selbst bearbeiten und mehr Möglichkeiten zu entwickeln und nicht immer mehr Disbalancen im Bewegungsapperat.

Menschliche Bewegung
Bewegungsbausteine und entstehende Bewegungsmuster

 

Grundlegende Kompetenzen
Wie differenziert kann ich die Bewegungsmöglichkeiten von Haltungs- und Transportbewegung ausnutzen?
 

--> Lernthemen
Unterscheiden der Bewegungsbausteine

Merken der Wirkung auf Körperspannung, Beweglichkeit und Möglichkeiten für die Aktivität

 

Lernangebot - Bewegung am Ort in der Position vor dem Drehen

Kennenlernen der Bewegungsbausteine in Rückenlage (Hierarchie der Kompetenzen)
Wird beim Drehen zuerst eine Haltungsbewegung genutzt - Drücken mit dem angewinkeltenFuß/Bein auf den Boden  - wird Spannung/Anstrengung aufgebaut und setzt Bein und Becken in eine stabile Beziehung. Wird aber zuerst die Transportbewegung (im Zwischenraum, Bewegungsmöglichkeiten in der Leiste entdeckt, dann in einem passenden Moment die Haltungsbewegung aufgebaut, hat dies einen großen Einfluss auf die Qualität des  Drehens. Entweder mit viel Spannung, alle Körperteile wie ein Brett auf einmal - oder feiner, die Körperteile (Massen) nacheinander.

Nä. Termin - Positionswechsel, um leichter auf den Boden und wieder hoch zu kommen.
Auch hier wieder ankommen in einer Position - Bewegung am Ort untersuchen - vor dem Positionswechsel.

Da der Mensch ja immer lernt, verfestigt sich ein Muster oder kann erweitert werden.
Es geht nicht drum, dass man es kann - es geht um das WIE, um die Qualität in den alltäglichen Aktivitäten - die einen maßgeblichen Einfluss auf Lernen und Gesundheitswentwicklung haben.

7.2.2022
Überforderung und negative Lernprozesse
  Frustration "minimieren" mithilfe Hierarchie der Kompetenzen - mehr Möglichkeiten entwickeln. 

Zuerst war der Plan von Rückenlage ins Sitzen kommen. Dieser Positionswechsel war aber schon eine Überforderung. -> hohe Köperspannung, verkrampfte Finger, wenig Bewegungsmöglichkeiten in den Zwischenräumen, Frustration ..... alles Beschreibungen, die nicht unbedingt für einen produktiven Lernprozess sprechen.

Im Austausch mit unserer Lerngruppe mit erfahrenen TrainerInnen gab mir

Silvia Schildorfer (Trainerin Österreich) eine Idee mit:

Nicht mehr mit kompletten Positionswechsel unterwegs sein, sondern nur noch mit Teil - Schritten. Rückenlage - links und rechts drehen , mit Achtung auf Spannungsveränderungen (Innenperspektive). Wir wechselten auch die Interaktionsformen (einseitig - Schritt für Schritt - gleichzeitig gemeinsam) - sprich ich ging als Lernpartner mit meiner Bewegungskompetenz rein und raus aus dem Prozess.
Ohne Überforderung - keine Positionswechsel. Nur Drehen links und rechts. Die Hand wurde locker, er konnte in sich Varianten entdecken und die Drehung immer viabler gestalten.
Diese Unterschiede konnte er selbst merken und beschreiben. Keine Frustration mehr,

nur  Erfolgserlebnisse - durch gemeinsame Entwicklung von Bewegungskompetenz.

Das zeigte mir wieder einmal, wie wichtig es sein kann, an das System anzudocken, was ist möglich, auf was lässt sich aufbauen - und unsere Bewegungskompetenz als Unterschied mit ins Spiel bringen. Ein Unterschied, der einen Unterschied macht.
Danke Silvia!

Funktion und Struktur bedingen sich gegenseitig

Wie die Hand genutzt wird, entwickelt sie nicht nur mehr oder weniger Fähigkeiten. Auch die Strukturen der Hand (bewegliche instabile Teile und unbewegliche stabile Teile) entwickeln sich oder "verkümmern". (21.2.22)

Use it or lose it! 

Die ganzen Transportbewegungs - Ebenen "verkümmern" bzw- werden in ihrer Funktion: Gewicht transportieren (drehen) wenig genutzt. Dementsprechend verknöchern diese Ebenen bzw. lassen sich nicht mehr so leicht nutzen. Es werden dann mehr die Haltungsbewegungs - Ebenen beutzt, die widerrum für noch mehr Stabilität sorgen, die eh schon da ist (hohe Spannung - Unbeweglichkeit, wenig Bewegungsspielraum).
Ich weiss auch nicht, wie schnell verknöchern oder Kontrakturen entwickeln medizinisch bewiesen werden kann. Aber in der Bewegungs -  Erfahrung  konnten wir dies eindeutig merken und feststellen. Deswegen werden wir die nä. Termine wieder vermehrt auf Entdeckungsreise gehen müssen.

Zurück auf den Boden (7.3.22)

In niedrigen Positionen die eigenen Möglichkeiten entdecken, sich selbst besser verstehen und produktive Verhaltens- und Bewegungsmuster erweitern. (Hierarchie der Kompetenzen)
Beispiel: Beim drehen zur Seite wird ein Ellbogen regelrecht auf den Boden gerammt/gedrückt, um mithelfen zu können.
Diese sehr hohe Anstrengung blockiert aber die Zwischenräume und es entstehen weniger produktive Muster. Sie verstärken sogar einen ungünstigen Lernprozess in Richtung gober werden, anstatt immer feiner, die eigene Bewegung merken, variieren und anpassen können.
Die nä. Termine wird es darum gehen, dass der Weg vom Boden und zum Boden vom Sitzen auf der Couch nicht so anstrengend ist.
Um so leichter der Weg geht, um so weniger sind die Hürden für eigene "Hausaufgaben"

Bewegung am Ort - oder Fortbewegung, 14.3.22

Heute ging es um sicherer Laufen können (trotz der Idee wieder auf den Boden zu gehen, wie letzte Woche vorgeplant).

Bei der üblichen Geh - Geschwindigkeit schnellte der Betroffene Fuß durch die hohe Spannung, regelrecht hoch  oder übernahm sehr wenig Gewicht, wodurch ein Hinken entstand und eine Art Schon-, Schutzbewegungsmuster.

Laufen/Gehen ist eine Fortbewegung - und äußerst komplex.

 

Unbewusste Bewegungen tragen ihren Teil dazu bei, dass das Gangbild "rund" läuft und funktioniert. Auf Entdeckungsreise gehen, sensibler werden für die Aktivität und sie dadurch bewusster und feiner gestalten können - hier hilft uns die Komplexität reduzieren.

Bewegung am Ort nutzen, um Kompetenzen für die Fortbewegung zu entwickeln

Innehalten während eines Schrittes und Gewichtsverlagerungen merken und gestalten (produzieren), auf den rechten Fuß, auf den linken Fuß, die Druckunterschiede an den Fußsohlen merken - den Nerven und Sinneszellen Futter geben.

Der linke Fuß schnellte durch die Reduzierung des Tempos (Zeit) weniger hoch, konnte Spannung regulieren, durch Entdeckung des inneren Bewegungsspielraums, durch das Bein woanderes hinstellen und die Spürinformationen vergleichen (äußerer Raum) differenziert und unterschiedlich nutzen. Einseitig - schrittweise - gleichzeitig gemeinsame Bewegungen wechselten wir ab, um Unterschiede in diesem wichtigen lebens - sinngebenden Prozess  zu ermöglichen. Sicherer gehen um wieder auf dem Hof mithelfen zu können, sich als wirksam und wertvoll erleben, anstatt hilflos und nutzlos. Wiedererlangen von Lebensqualität kann auch in kleinen Etappen geschen, die man sich bewusst machen kann/muss. 
Ich weiss, das sagt sich leicht.

 

 

Gehen und die 3 Elemente eines Schrittes, 28.3.2022

Heute waren wir wieder mit Gehen unterwegs. Aber wir waren nicht mit dem umgangsprachlichen, aufrechtem Gehen auf 2 Beinen unterwegs.

Gehen ist in allen Positionen möglich  
Die Fähigkeiten für sicheres aufrechtes Gehen,  
werden in niedrigeren Positionen und Positionswechsel
erworben, verfeinert und erhalten.
Deswegen macht es Sinn, in Rückenlage zu beginnen
und sich immer weiter „hochzuarbeiten“.

Die 3 Elemente eines Schrittes

 

1 – Gewicht seitlich auf eine Körperhälfte verlagern
2 – entlastete Körperteile/Gewicht an einen neuen Ort bringen
3 – Gewicht wieder auf beide Körperhälften zurückverlagern

 

 

Es war eindrücklich zu sehen, wie der Landwirt in Rückenlage das "Gehen" untersuchen konnte. - Welchen Bewegungsspielraum kann ich entdecken in den versch. Positionen?
- Auf welchen Körperteilen gebe ich Gewicht in den versch. Positionen ab?
- Welche Körperteile kann ich in einer Position rollen? 

 

Keine Überforderung wie letzte Woche, als wir im Hof (aufrecht) gegengen sind.
Keine Schmerzen, Keuchatmung, hohe Spannung, Unsicherheit ...
Durch Lern- und Entwicklungsangebote, die angepasst sind, an die der Mensch ohne Überforderung anknüpfen kann, schaffen wir kleine Inseln der Sicherheit und Selbstwirksamkeit.

Nicht mit, sondern an der Spannung arbeiten, 11.4.22

Wir arbeiten wieder am Boden, da wir letzte Woche gemerkt haben:

- keine Überforderung, weil die alle Körpermassen Gewicht direkt auf die Unterstützungsfläche abgeben können

- weniger Körperspannung, daher senibler für feinere Unterschiede

---> die es selbst zu produzieren gilt. Nicht ich bewege passiv durch:

Ich kann eine Lernumgebung ermöglich, dass der Landwirt wieder ein wenig besser verstehen und anpassen kann in seiner Bewegung und Bewegungssteuerung.

Heute waren wir in der Position Rückenlage bevor wir überhaupt an BEwegung am Ort, Positionswechsel oder Forbwegung dachten.

Zu Beginn das Ankommen in der Position.

Wo ist Gewichtsabgabe möglich, welche Körperteile liegen auf dem Boden, welche nicht, wo ist Spannung ....warum...?

 

Dann sind wir die Zwischenräume einzeln durchgegangen, um den Bewegungsspielraum zu entdecken. Mit Handführung als Hilfe, um selbst differenzierte und feine Unterschiede in der eigenen Bewegung produzieren zu können waren wir dann unterwegs.

Eine Erkentnnis: wenn sich die Hand verkrampft, kann diese zwar wieder aufgebogen werden (Behandlungsparadigma - nicht unbedingt förderlich im Erweitern dieses Musters, bzw. das Warum besser versetehen), oder wir suchen in den Zwischenräumen, welcher angespannt ist, wie diese Anstrengung durch feine kleine Bewegungen reguliert/gelockert werden kann, damit sich in den Extremitäten (Armen/Beinen) nicht die Wirkung verkrampfen zeigt. (Bildungsparadigma - die Wirkungszusammenhänge bei sich besser verstehen).

Plan für nä. Mal: Raum in einer Dokumentation zur eigenen Beschreibung (schriftlich) geben.

"Warum kann ich meine Hand nicht nach innen drehen,
da geht gar Nichts?
" - 13.5.22

Wir machten uns dann gemeinsam auf die Suche, wo das Drehen eigentlich stattfindet. Vorne am Handgelenk, oder eigentlich der gesamte Unterarm ist beim Drehen beteiligt und führt diese aus. Haltungs- und Transportbewegungsebenen in ihrer Funktion verstehen und nutzen.

Wenn gedanklich die Hand gedreht werden will und soll sich nur vorne am Gelenk drehen, das geht alleine schon anatomisch nicht und kann also auch nicht neu gelernt werden. Als wir dann die Bedeutung des Unterarms (TBE) untersucht haben, waren kleine Bewegungen in die geünschte Richtung überhaupt erst anatomisch möglich und konnten in kleinen Schritten ausgeführt werden. Sich selber wieder besser verstehen, oder wie Bewegung überhaupt funktioniert, hat eine hohe Bedeutung. 
Ebenso das Finden eigenener Lernthemen, wie z.B.:
Kann die eigene Zeit an die eigenen Befindlichkeiten angepasst werden, oder zieht man seinen Stiefel wie früher durch, als noch alles schnell möglich war?

Somit schafft der Mensch ungünstige Rahmenbedingungen für die eigenen Entwicklung und wird zu seinem größten Problem.
Oder kann er sich eine produktive Lernumgebung gestalten?

Ich bin baff! - ein erkennbare und meßbare Entwicklung 25.5.22
Heute wurde mir präsentiert, wie sich der Arm drehen lässt, bzw. sich selbständig drehen kann, in beide Richtungen. Auf meine Nachfrage, warum das jetzt so gut klappt, meinte der Landwirt: "Der Therapeut war da und hat das gleich gemacht, wie wir letztens."

Therapie und Entwicklung von Bewegungskompetenz (Pathogenese und Ontogenese),
leisten gemeinsam ihren Beitrag, Bewegungskompetenz schafft Lebensqualität!
Wir machen jetzt erst mal Pause, da jetzt eine Therapie genehmigt wurde von der Kasse und Therpeuten mehrmals die Woche zu ihm ins Haus kommen.

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© Patrick Neumüller