Direkt neben der Kirche in Kimratshofen liegt die umgebaute, neu renovierte

"Alte Schule". In dieser schönen Umgebung haben wir regelmäßig unser Bewegungscafe.

Tagebuch und Ausblick der Termine finden Sie weiter unten.

Um was geht's in dem Bewegungscafe'?

Die demografische Entwicklung der Bevölkerung geht immer mehr in die Richtung:
mehr Menschen werden älter, geburtenschwache Jahrgänge kommen nach.
Immer mehr älter werdende Menschen müssen von immer weniger jungen Menschen versorgt werden. Der Fachkräftemangel im Pflegebereich tut sein Übriges dazu.
Deswegen wird es zunehmend wichtiger werden: fit und beweglich bleiben, auch im Alter ! Kimratshofen mit seinem Bewegungscafe möchte seinen Beitrag zu diesem wichtigen Thema für die Menschen im gesamten Umkreis leisten.

 

Wir bearbeiten gemeinsam verschiedene  Themen:

- Sturzgefahr

- Demenz

- Bewegungseinschränkungen
- Gesundheit und eigene Bewegung

- mehr Möglichkeiten entwickeln und erhalten!!

 

Wie gehe ich mit plötzlichen Einschänkungen um, bei mir oder einem nahen Menschen?

Wie kann ich meine Möglichkeiten erhalten oder erweitern bei belastenden Tätigkeiten beruflich oder als pflegender Angehöriger? Wie kann ich bei der Unterstützung eines Menschen so helfen, dass es für uns beide passt?

Oder auch nur: Wie kann ich möglichst lange selbständig bleiben.

Wenn wir von den Studien ausgehen, dass 2040 der Pflegenotstand noch größer wird und die Kluft zwischen Pflegepersonal und Menschen mit Hilfebedarf noch weniger passt, als heute schon, leistet unser Bewegungswcafe einen wichtigen Beitrag für unsere eigene Zukunft!


Wie gehen wir an die Sache ran?

Die Bewegungswerkstatt richtet sich nach den Themen, die mitgebracht werden.

Z.B. kann es es an einem Nachmittag um das Thema Sturz und Sturzprophylaxe, plötzliche Unsicherheiten beim Treppenlaufen oder Aufstehen vom Stuhl gehen. Wir werden uns diesen Aktivitäten „bewusst“ und mit verschiedenen Aspekten, auf die es sich lohnt zu achten, nähern. Damit wir Bewegungsabläufe und eingeschliffene Bewegungsmuster besser verstehen und kleine Veränderungen und Anpassungen bewusster gestalten können. Das Ziel soll sein, dass wir am Ende mit mehr Möglichkeiten, mehr Bewegungs - Know How, aber auch mit mehr Freude nach Hause gehen.
Deswegen ist Austausch bei Kaffee und Kuchen ein fester Bestandteil, "....denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein...."

 

Wann öffnet die Werkstatt ihre Tore?

Termine 2023:

Mittwoch, von 14 – 16 Uhr und zwar am:
15.2./1.3./15.3./12.4./10.5./5.7./26.7./27.9./11.10./25.10./8.11./22.11./6.12./20.12.2023
 

Wer - Zielgruppe – für Wen geeignet?

Menschen, die sich mit ihrer eigenen Bewegung auseinandersetzen wollen oder müssen. Sei es aufgrund plötzlicher Einschränkungen oder als pflegender Angehöriger.
Gerne können Sie auch miteinander kommen.
Oder um einfach die eigenen Bewegungsmöglichkeiten im Blick zu haben

Kosten für die Besucher: Keine!
Ebenso besteht die Möglichkeit, für Schulklassen - nicht nur in der Sozialen- und Pflegeausbildung - sich mit dem wichtigen Thema "lebenslanges Lernen" und die Bedeutung der eigenen Bewegung auseinanderzusetzen.  
Wir können gerne dazu in einen Austausch kommen.

 

Wer ist bis jetzt Teil der Bewegungswerkstatt?

Bis jetzt sind wir bei jedem Termin immer mindestens 6 Menschen im Besten Alter,
neben mir - Patrick Neumüller, Jahrgang '73 aus Kimratshofen.
seit 30 Jahren in der Pflege tätig, Kinaesthetics Trainer.

Beschäftigt beruflich und privat mit Einschränkungen, Hilfebedarf und deswegen auf der Suche nach mehr Möglichkeiten und Lebensqualität durch Austausch mit Menschen, die gemeinsam unterwegs sein wollen mit „gemeinsam Lernen und Forschen“.
Kommen Sie unverbindlich vorbei – die Bewegungswerkstatt heisst sie herzlich willkommen als Interessierter, MitarbeiterIN und BewegungsforscherIN.


Lassen Sie uns gemeinsam etwas bewegen! Ihre BewegungswerkstattTM

Hier ein kleines Tagebuch über die jeweils letzten Termine

21.12. 6. Termin - Bewegungselemente: Zeit - Raum - Anstrengung,
Hilfebedarf im Alltag und Ausblick 2023

Meine Frau fragte mich vor diesem Termin: "Wie lange willst Du die Werkstatt eigentlich noch weitermachen? Brauchen die Leute nicht irgendwann eine Pause? Wann seid Ihr durch mit Euren Themen?" Gute Frage. Das muss man hier klar sagen.
Eine Frage sagt auch etwas über den Fragesteller und seinem Verständnis zu einem Thema aus. 
Ich gab die Frage an die Teilhnehmer weiter - mehr dazu am Ende dieses Termins.
Heute ging es um die Bewegungselemente: Zeit - Raum - Anstrengung. 
Ein Blickpunkt, den wir nutzen können, um unsere Bewegung bewusster zu gestalten und anpassen zu können. Anstatt durchzuziehen. In Richtung mehr Möglichkeiten und weniger Belastungen, besseren Kreislauf anstatt mehr Schwindel.
Nicht nur im Pflege - Alltag, sondern auch bei uns selbst "im normalen Leben" sind wir lebensang in diesem Suchen und Anpassungsprozess. Und da wir unsere Entwicklung lebenslang (hoffentlich) positiv beeinflussen wird das Bewegungscafe auch 2023 weitermachen und mit den Themen nie zu Ende sein. Es geht nicht um Wissen, es geht um Erhalt und Entwicklung von mehr Bewegungskompetenz.
Sehr schöner Bericht von Monika M., den wir gerne ins Dorfblättle stellen werden.
Evtl. mach ich ein Bild davon und stelle es hier rein.
Dann hatten wir noch ein weiteres Thema heute:
Eine Teilnehmerin hat nach einer Krankheit und OP Schwierigkeiten, ihren Kopf zu halten. Gemeinsam kamen wir ins Forschen, was hier helfen könnte.
Ich denke, wir machen nä. Mal 2023 an dieser Stelle weiter. Thema wird dann sein:
Menschliche Bewegung und Zusammenspiel unserer einzelnen Körperteile.
Dann machten wir einen tollen Bewegungsabschluss von Monika:
Rücken an Rücken, gemeinsame Bewegungen, um beweglich und achtsam zu bleiben. Sehr schön. Danke sehr!

Mir bleibt jetzt nur noch zu sagen:
Vielen Dank an alle Teilnehmer für das erste Jahr Bewegungscafe'.
Tolle Sache.
Schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch.
Wir sehen uns wieder im Januar 2023!

Hier nun der o.g. Bericht von Monika:

Unser Bewegungsschema hat sich im Lauf unseres Lebens automatisiert.
Wir realisieren nicht, wie wir funktionieren. Was für ein wunderbares Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen und Nerven unser Bewegungsapparat bietet. Wenn Bewegungseinschränkungen durch Verletzung, Krankheit und Alter uns Schmerzen bereiten und behindern vertrauen wir darauf, dass uns geholfen wird. Uns ist nicht bewusst, wie weit wir uns auch selber helfen können.
Patrick Neumüller „arbeitet“ im Dialog mit seinen Gästen an unserer Bewegungskompetenz. Er regt uns an, durch neue Bewegungsimpulse etwas zu verändern und trotz unseren Einschränkungen eine bessere Lebensqualität zu erreichen. Erfahrungen, die durchaus auch für die jüngere Generation wichtig wären.

Der Kaffee zwischendurch lockert auf, entspannt und gibt Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Wir freuen uns darauf, im neuen Jahr bei der Bewegungswerkstatt mit Kaffee dabei zu sein. Und freuen uns jederzeit über neue Gäste.
Monika Eurich, Altusried

7.12. 5. Termin: Treppen steigen
Herausforderungen, Hindernisse, Erkenntnisse

Heute war Treppen steigen das Thema

Ausgangslage war: es geht um Sicherheit, Tempo, Kreislauf nicht überfordern,

Zuerst sammelten wir: was trägt zur Sicherheit und Kontrolle bei, was zu einem guten Kreislauf beim Treppensteigen?
Als Blickpunkt, um genauer hinzusehen nutzten wir Ziehen und Drücken:

Jede Aktivität wird durch Ziehen und Drücken von unseren Muskeln gestaltet.
Das kann grober oder feiner sein, mit Wirkung auf Sicherheit, Kontrolle und Kreislauf.
Erkenntnis: Zum Erhalt der eigenen Fähigkeiten geht es drum, Aktitvitäten auch mal anders, oder bewusster zu gestalten.
Hausaufgabe: Die eigenen Alltagsaktivitäten mit Ziehen und Drücken zu untersuchen.

2.11.2022 4. Termin - Gewicht organisieren und Kontrollieren

Wird ein Körperteil (Knochen) bewusst "plaziert" auf die Unterstützungsfläche und kommt dann erst Gewicht darauf, oder ist der Körperteil mit Gewicht schon unbewusst in der Luft unterwegs, um plaziert zu werden. 
Dieser Unterschied hat eine hohe Bedeutung auf die eigene Sicherheit oder Unsicherheit, auf die eigene Körperspannung oder Beweglichkeit, v.a. aber auf das Erhalten seiner eigenene Möglichkeiten, seiner Bewegungskompetenz.

Diese Idee werden wir heute nachgehen: wir nutzen dazu den Forschungs - Blickpunkt:

Knochen/Muskeln

19.10.2022 - 3. Termin

Heute war unser Thema Demenz.

Was können wir selbst tun, um in einen kohärenten Zustand zu kommen?

Kohärenter Zustand ist ein Begriff aus der aktuellen Hirnforschung.

Nervenzellen regenerieren sich bis ins hohe Alter, wenn die Rahmenbedingungen passen.

Ich muss mich sicher fühlen, muss die Welt um mich herum verstehen und die Macht haben, was zu verändern. Und das wichtigste Element: Freude und Sinn im Leben.

Und diese Sachen fliegen einem nicht zu, es ist ein lebenslanger aktiver Prozess.

Und da die heutigen "Alten" aktiver sind denn je in diesen Bereichen, gingen wir mit einem guten Gefühl in die nächsten Wochen, bis zum

nä. Bewegungscafe am 2.11. um 14:00,
Thema: Umgang mit unserem Gewicht im Alltag, Körperspannung und Beweglichkeit.

Und zum Schluss noch was in eigener Sache zum Thema Gewicht:
Ich habe eine sprechende Waage. Beim letzten Wiegen meinte diese:

"Bitte nur eine Person aufsteigen!"

21.9. 2022 - 2. Termin: Sturzvorbeugung

Wie schnell man stürzen kann, merkt man leider erst, wenn man unten liegt.
Kleine Kinder stürzen weniger schwer, sondern sie fallen gezielt.  Und können einzelne Positionen auf dem "Weg nach unten" besser einnehmen.

Natürlich sind kleine Kinder noch beweglicher als wir Menschen im besten Alte

Dennoch nutzten wir das Denk - Modell der Grundpositionen. Das sind Zwischenschritt vom Liegen am Boden, bis ins Stehen. Werden Zwischenschritte ausgelassen, wird die BEwegung nach oben anstrengender, nach unten unkontrollierter.

Wir haben uns in verschiedenen Positionen auch damit beschäftigt:

3 Elemente eines Schrittes.

Was muss ich tun können, damit ich überhaupt einen Schritt machen kann?

Diese unbewusste Bewegungen machten wir uns bewusster, damit wir sie anpassen, verfeinern und neue Möglichkeiten suchen können.

7. September - 1.Termin

12 Menschen im besten Alter fanden sich neugierig und mit guter Laune im ersten Bewegungscafe' ein. Nach einer kurzen Vorstellung, um was es beim Bewegungscafe` gehen wird und wie es dazu kam, machten wir uns an die Arbeit.
Apropos "Arbeit". Die Teilnehmer sprachen sich für eine Änderung des Namens aus:

Bewegungswerkstatt klingt so nach Arbeit. Deswegen werden wir in Zukunft hauptsächlich nur noch vom "Bewegungscafe' sprechen.

Wir untersuchten das Thema Sturz und Sturzvorbeugung.
Die eigene Wahrnehmung auf sich selber lenken hat hier eine hohe Bedeutung.

Wir sind eigentlich oft mit unseren Gedanken und unseren Sinnen in der Aussenwelt.

Der Mensch steuert sein Verhalten und seine Bewegungen aber eigentlich von Innen heraus. Klingt komisch, ist aber so.

Deswegen ist es nicht nur beim Älter werden wichtgig, die eigene Körperwahrnehmung nicht unter den Tisch zu kehren, sondern aktiv daran arbeiten.
Denn wir sind nie zu alt, zu lernen.

Im nä. Termin am 21. September geht es weiter mit "Sturzprävention". 

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© Patrick Neumüller